Influenza
Liebe Patienten, sollten Sie noch überlegen sich gegen Grippe impfen zu lassen, ist es noch nicht zu spät.
Experten rechnen mit einem längeren Verlauf der Grippewelle. Deshalb kann jetzt die Impfung vor schweren Verläufen schützen.
Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin!
Bei dringenden Fällen auch 116117 oder in Notfällen 112.
Rezept und Terminwünsche auf http://www.arzt-lischka.de/kontakt.html, über die App gesund.de oder per e mail rezeptwunsch@gmx.de
Ihr Praxisteam Lischka
Bleiben Sie gesund!
Screening auf Bauchaortenaneurysma bei Männern über 65 Jahren
Ein Bauchaortenaneurysma (BAA) ist eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum. Ab einem Durchmesser von über 3 cm spricht man von einem Aneurysma, ab ca. 5,5 cm steigt das Risiko einer Ruptur (Einreißen) stark an. Eine Ruptur ist ein akuter, lebensbedrohlicher Notfall mit hoher Sterblichkeit. Männer über 65 Jahre sind am stärksten gefährdet, besonders wenn zusätzliche Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder positive Familienanamnese vorliegen.
Ziel des Screenings
Das Screening soll BAA in einem frühen, asymptomatischen Stadium erkennen, bevor es zu Komplikationen kommt. Durch rechtzeitige Kontrollen und ggf. geplante operative Eingriffe kann das Risiko einer tödlichen Ruptur deutlich gesenkt werden.
Durchführung
• Seit 2018 haben alle Männer ab 65 Jahren in Deutschland Anspruch auf ein einmaliges Ultraschall-Screening der Bauchaorta.
• Die Untersuchung erfolgt schmerzfrei, strahlungsfrei und dauert nur wenige Minuten.
• Sie kann durch Hausärzte mit entsprechender Qualifikation oder Fachärzte (z. B. Radiologen, Urologen) durchgeführt werden.
Ergebnisse und weiteres Vorgehen
• Normalbefund (< 3 cm): kein Handlungsbedarf, oft keine weitere Kontrolle nötig.
• Aneurysma 3–5,4 cm: regelmäßige Ultraschallkontrollen in definierten Abständen (meist 6–12 Monate).
• Aneurysma ≥ 5,5 cm oder schnelles Wachstum: Empfehlung zur elektiven Operation (offen chirurgisch oder endovaskulär).
• Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Screening die BAA-bedingte Sterblichkeit bei Männern über 65 deutlich reduziert.
• Komplikationen der Ultraschalluntersuchung gibt es praktisch nicht.
• Die Maßnahme ist kosteneffektiv, da teure Notfalloperationen bei Ruptur vermieden werden.
• Ein bestehendes kleines Aneurysma erfordert teilweise langjährige Nachkontrollen.
• Ein Screening verhindert nicht das Auftreten eines Aneurysmas, sondern dient ausschließlich der Früherkennung.
Fazit: Das Bauchaortenaneurysma-Screening ist eine sinnvolle, einfache und lebensrettende Vorsorgemaßnahme für alle Männer ab 65 Jahren in Deutschland.
Sie können telefonisch, online über unsere Website oder gesund.de einen Termin ausmachen.
Reiseimpfungen
Reiseimpfungen gemäß STIKO-Empfehlung: Prävention auf Reisen
Die spezifischen Reiseimpfungen sollten in Abhängigkeit von Reiseziel, Aufenthaltsdauer, Reiseart und individuellem Gesundheitsstatus empfohlen werden. Ziel ist der Schutz vor endemischen ( im Reiseland vorhanden) Infektionskrankheiten sowie die Prävention potenzieller Epidemien.
Zu den häufig empfohlenen Reiseimpfungen zählen Hepatitis A und B, Typhus, Gelbfieber, Tollwut, Meningokokken, Cholera und Japanische Enzephalitis. In bestimmten Regionen, insbesondere in Afrika und Südamerika, ist die Gelbfieberimpfung sogar verpflichtend. Auch eine aktuelle Immunisierung gegen Masern, Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis ( z.B. Türkei) wird vor Reiseantritt von uns überprüft und ggf. aufgefrischt.
Reiseimpfungen sollten frühzeitig – idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abreise – geplant werden, um einen vollständigen Impfschutz sicherzustellen. Besondere Bedeutung kommt dem Schutz immungeschwächter Reisender, Schwangerer und älterer Menschen zu, da für diese Gruppen teilweise besondere Empfehlungen gelten.
Die Impfentscheidungen erfolgen nach dem Prinzip der Risiko-Nutzen-Abwägung und berücksichtigen sowohl individuelle Vulnerabilitäten als auch epidemiologische Entwicklungen im Zielland. Damit leisten Sie als Reisender einen essenziellen Beitrag zur individuellen Gesundheitsvorsorge und zur globalen Infektionsprävention.
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Vitamin D: Evidenzbasierte Rolle bei Knochenerkrankungen, Parodontitis und Gelenkersatztherapien
Vitamin D spielt eine zentrale Rolle im Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und ist essenziell für die Aufrechterhaltung der Knochengesundheit. Zahlreiche Studien belegen, dass ein Vitamin-D-Mangel mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose, Frakturen und Knochenerweichung (Osteomalazie) einhergeht. Die aktive Form, Calcitriol, fördert die intestinale Kalziumresorption und moduliert die Knochenmineralisierung, wodurch strukturelle Stabilität und Belastbarkeit erhalten bleiben.
Auch im Bereich der Parodontologie (Im weitesten Sinne zahnärztlichen Bereich) gewinnt Vitamin D zunehmend an Bedeutung. Niedrige Serumspiegel korrelieren mit einer höheren Inzidenz und Progression parodontaler Erkrankungen. Dies ist auf die immunmodulierende Wirkung von Vitamin D zurückzuführen, welches die Expression antimikrobieller Peptide wie Cathelicidin fördert und entzündliche Prozesse im Parodontium hemmt. Klinische Studien zeigen, dass eine adäquate Vitamin-D-Versorgung mit reduzierter alveolärer Knochenresorption und verbesserter parodontaler Regeneration assoziiert ist.
Im Kontext von Gelenkersatztherapien (z. B. Hüft- oder Knieendoprothetik) konnte nachgewiesen werden, dass ein präoperativer Vitamin-D-Mangel mit schlechteren postoperativen Ergebnissen verbunden ist. Dazu zählen verlängerte Rehabilitationszeiten, eine erhöhte Komplikationsrate sowie ein verzögerter Einheilungsprozess der Prothese. Vitamin D unterstützt hier nicht nur die Knochenintegration der Implantate, sondern wirkt auch immunregulierend, was Infektionen vorbeugen kann.
Vitamin D hat eine multifaktorielle Schutzfunktion bei knochenassoziierten Erkrankungen und in chirurgischen Therapiekontexten erfüllt. Eine suffiziente Versorgung stellt daher einen wichtigen Bestandteil präventiver und therapeutischer Maßnahmen dar.
Gern können Sie den Spiegel des D und anderer Vitamine bei uns bestimmen lassen.